Große Stauden

Um dem Winterblues einen Strich durch die Rechnung zu machen, sind winterharte Stauden genau das Richtige. Sie sind mehrjährig, blühen zuverlässig, können im Winter draußen bleiben und sind zudem auch noch pflegeleicht. Es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten, Farben, Größen und einige sind bienenfreundlich.

 

Stauden haben unterschiedliche Ansprüche, was das Licht, den Boden und die enthaltenen Nährstoffe betrifft. Daher wäre es ratsam, darauf zu achten, wo man die Stauden in den Garten oder auf den Balkon platziert. Stauden, die nur auf Kiesbeeten oder Präriegärten gedeihen, brauchen weniger Nährstoffe, dafür aber viel Sonnenlicht. Beispiele dafür wären Brandkraut, Königskerzen und Fetthenne. Je weniger man die Bedürfnisse berücksichtigt, desto aufwendiger ist die Pflege.

Für große Gärten, die viel Zeit in Anspruch nehmen, wären große Stauden ideal. Wenige aber dafür voluminöse Stauden reduzieren und vereinfachen die Pflege. Zudem sehen sie prachtvoll aus, auch weil manche mannshoch werden können. Große Stauden lassen sich am besten im Frühjahr pflanzen, auch hier solltest du auf den Standort und die Wünsche deiner Staude achten. Heitere Aussichten bringt z.B. der Bergknöterich, wenn er von Mai bis Oktober seine weißen Blüten präsentiert.

 

Richtig Pflanzen

Damit deine Stauden pflegeleicht bleiben und über mehrere Jahre halten, solltest du Einiges beachten. Nicht nur, wie oben schon erwähnt, ist die richtige Standortwahl sehr wichtig, achte auch darauf, dass der Boden von Unkraut und Wurzelresten befreit ist. Mach das Pflanzloch etwas größer als der Wurzelballen selbst ist. Tauche nun erst deine Pflanze mit dem Plastiktopf in einen Eimer voller Wasser ein und warte, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann setz deine Staude in das Pflanzloch und fülle es mit Erde, die du vorher mit etwas Kompost oder Langzeitdünger mischen solltest, auf und drücke diese nun leicht an. Auf keinen Fall jetzt das Gießen vergessen und auch in den nächsten Tagen solltest du darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet.

 

Pflege

Im ersten Jahr brauchen Stauden etwas mehr Aufmerksamkeit, damit sie gut anwachsen und sich wohlfühlen. Dazu gehört regelmäßiges Lockern des Beetes mit der Harke, Entfernen von Unkraut und Abschneiden von Verblühtem. Große Stauden solltest du stützen, denn ihre schweren Blüten können leicht umknicken, vor allem nach einem starken Sommerregen oder einem Sturm.

 

Pflanzzeit

Der Frühling und der Herbst sind die besten Zeiten, um deine Stauden zu pflanzen. Allerdings sollte man beachten, dass es Stauden, wie z.B. Astern, Japananemone und Chrysantheme gibt, die erst im Herbst blühen, sowie Türkenmohne oder Pfingstrosen, die lieber im Frühjahr gepflanzt werden sollten, da sie nässeempfindlicher sind. Also solltest du dich vorher informieren, welche Staudenarten du wann am besten in die Erde setzen kannst.

 

Rückschnitt

Den Rückschnitt sollte man auch nicht außer Acht lassen. Du kannst im Herbst so wie im Frühjahr den Rückschnitt deiner Stauden vornehmen. Im Herbst sind die Stiele noch schön fest und gut zu schneiden, das ändert sich über den Winter. Im Frühjahr treiben die Stauden wieder aus und die neuen Triebe sollten auf keinen Fall abgeschnitten werden.

 

Versuch dich doch mal an einer Staude und genieße die Schönheit und die leichte Pflege deiner neuen Pflanze. Du wirst sehen, dass sie dir mit etwas Liebe treu ergeben ist und dich garantiert jeden Tag glücklich stimmt.